Björn Sänger - Mitglied des Deutschen Bundestages / FDP-Kreisvorsitzender im Landkreis Kassel -

23.11.2009

Sänger: Brauchen grundsätzlichen Strukturwandel in der Landwirtschaft


Milchwirtschaft stärken
In der vergangen Woche hat Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ein Maßnahmenprogramm der Bundesregierung zur Bewältigung der Krise in der Landwirtschaft vorgestellt. Der nordhessische FDP-Bundestagsabgeordnete Björn Sänger erklärt dazu: „Die Bundesministerin hat Recht, wenn sie die Aufrechterhaltung einer flächendeckenden Landbewirtschaftung sowie die Erhaltung gleichwertiger Lebensverhältnisse als zentrales Ziel der Agrarpolitik der Bundesregierung nennt. Nur eine flächendeckende Landwirtschaft sichert regionale Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Landwirtschaft und den ihr vor- und nachgelagerten Bereichen. Sie ist über die Pflege der Kulturlandschaft in ihrer vielfältigen naturräumlichen Ausstattung Basis für attraktive ländliche Räume und damit auch für eine touristische Entwicklung dieser Regionen.“


Dennoch sieht der Liberale, der stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ist, zusätzlichen Handlungsbedarf. Sänger weiter: „Das von der Bundesregierung geplante Sofortprogramm ist definitiv ein guter Schritt in die richtige Richtung. Allerdings können solche staatlichen Eingriffe nur kurzfristige Maßnahmen sein. Die Landwirtschaft in Deutschland braucht einen grundlegenden Strukturwandel. Ich weiß, mit welchem Engagement und Idealismus die heimischen Landwirte an ihre Arbeit herangehen. Leider werden auch sie durch viel zu große Bürokratie in ihrem Schaffen ausgebremst. Hier muss dringend ein Politikwechsel einsetzen, der den Bauern mehr Entfaltungsmöglichkeiten bietet, die sie zwingend benötigen. Viele Betriebe, gerade in der Milchwirtschaft, müssen sich ein zweites oder drittes Standbein aufbauen, um so ihre Betriebe für die Zukunft fit zu machen.“

Für den Liberalen müssen europaweit einheitliche Regelungen im Agrarsektor getroffen werden. „Es ist richtig, wenn die Bundesregierung unter anderem auf eine einheitliche Besteuerung des Agrardiesels innerhalb der EU hinwirken wird. Gerade wenn der Landwirtschaftsstandort Deutschland langfristig gesichert werden soll, müssen wir in Deutschland auch im Agrarsektor einen klaren liberalen Kompass haben. Statt staatlicher Planwirtschaft brauchen wir faire Rahmenbedingungen, die den Landwirten den Raum geben, um durch innovative Ideen das Fortbestehen ihrer Betriebe zu gewährleisten. Wir sind mit dem Mix aus kurzfristigen Maßnahmen und mittelfristigen Strukturverbesserungen auf dem richtigen Weg. Jetzt müssen wir ihn konsequent bis zum Ende gehen“, so Sänger abschließend.
www.fdp.de